Das modernste Kampfflugzeug hat
Gegen die Steinzeitkrieger von ISIS
Nun seine Premiere geflogen wobei
Noch unklar ist wie unsichtbar F22
Für die Krieger mit Fernglas blieb
Die vielleicht noch abschießen was
Dem Radar unsichtbar bleibt weil sie
In den Himmel schauen statt auf
Bildschirme die uns leiten und lenken
Wie unsere Drohnen die sauber töten
Gesteuert mit sicherem Abstand ohne
Gefahr für unser wertvolles Leben
So fliegt über dem Irak und Syrien
Nun die Antwort der USA noch aus
Dem Kalten Krieg gegen die Aufrüstung
Der UDSSR die es nicht mehr gibt
Nur diese teuren Flieger kommen nun
Gemeinsam zum Einsatz auch wenn es
Paradox wirkt wie die Supermacht mit
Krieg der Sterne Technik gegen die
Wüstensohne in ihren Geländewagen
Die Backen aufbläst aber scheinbar
Hält die Welt es gerade für nötig
Wie zielführend so zu kämpfen
Ob Tarnkappenbomber je zum Ziel
Frieden führen oder nur eine tolle
Variante sind den Krieg zu verlängern
Ist eine Frage die keiner stellt wenn es
Wie jetzt so klar gegen das Böse geht
Mit neuester Technik zum effektiven
Töten fragt sich nur warum nicht
Wohin es führt wissen wir ja nun
Wenn Amerikaner Bomben werfen
Wieder eine Premiere die sicher
Nicht jubeln lässt auch wenn
Die IS Krieger keine Sympathie
Haben dieser Kampf wird noch
Mehr Menschen töten und die übrig
Bleiben werden Rache schwören
Ist was dort geschieht alternativlos
Oder wird es Zeit für endlich eine
Wende zum Frieden schaffen
Ohne Waffen haben wir alle
Vergessen was Frieden heißt
jt 23.9.14
Dienstag, 23. September 2014
Raptorpremiere
Alte Liebe
Alte Liebe rostet nicht
Schreiben just die Gazetten
Über die Effenbergs die sich
Nach gescheiterter Ehe im Urlaub
Wohl wieder fanden wie BILD
Den andächtig lesenden verriet
Ein kleines Herbstmärchen
Oder nur Promiklatsch kaum
Das Papier wert auf das er
Einst gedruckt fragt sich der
Damit berieselte am Privatleben
Anderer eher desinteresierte
Leser und denkt dabei daran
Wie er sich als seine Ex noch
Im Container ihr Dasein fristete
Sich sehr solidarisch zeigte
Mit jener die wohl die Buhfrau
Vieler Zuschauer dort war
Ohne das beurteilen zu können
Oder je gesehen zu haben
Ist der Gedanke der alten Liebe
Einfach schön jetzt wo der
Herbst über das Land zieht
Wie zwei wieder finden was
Sie schon verloren glaubten
Weil irgendwas sie ja mal
Zusammen gebracht hat
Denke an meine Lieben
Wie sie alle noch in mir leben
Es schön ist sich nicht zu
Verlieren sondern etwas
Doch zu behalten über die Zeit
Oder gegen sie im Trotz
Weil Zusammenbleiben oder
Sich wiederfinden vielleicht
Schwerer ist als sich einfach
Verlieren was im Alltag leicht
Gelingt warum es gut ist
Zu achten was mit Gefühl schon
Verbunden einmal war denn
Sich geliebt zu haben sollte
Ein kostbarer Schatz bleiben
Was immer war und vielleicht
Geben wir viel zu leichtfertig
Einfach auf um der Lust am
Neuen was sich irgendwann
Auch wiederholt und relativiert
Zu frönen und so ist dies mir
Eigentlich völlig gleichgültige
Paar ein gutes Zeichen dafür
Dass es sich manchmal lohnt
Nicht einfach aufzugeben
Sondern das Gemeinsame
Zu schätzen auch wenn es
Nicht immer wieder zusammen
Gehen muss oder sollte
Ist es schön zu wissen wie
Alle Lieben noch in mir leben
Auch wenn vermutlich nichts
Bleibt ist es immer besser
Die Liebe nicht verloren zu
Haben bis alles endet und so
Ist es gut zu genießen was
War oder ist um die Liebe
Zu feiern wo sie sich zeigt
Damit wir uns einander auch
Wert bleiben wie auch immer
Wir es irgendwann leben
jt 23.9.14
Golanverwechslung
Da haben doch die die israelischen
Patrioten oder doch die Raketen
Gleichen Namens einen Syrer
Über dem Golan abgeschossen
Dabei sind die doch mittlerweile
Die Verbündeten ihrer Verbündeten
Im Kampf gegen den Terror
Müssten nicht runtergeholt werden
Oder kommt es am Ende nicht
Darauf an ob Freund oder Feind
Handelt Israel einzig weitsichtig
Traue keinem Araber und wenn
Er es wagt zu nah zu kommen
Schieße ihn ab dann ist Ruhe
Die Geschichte zeigt leider
Es war weder Ruhe noch kann
Die israelische Meinung widerlegt
Werden in der politischen Praxis
Wo in wechselnden Bündnissen
Immer neue Erzfeinde bekämpft
Werden um das Böse auszurotten
Aber da besteht vermutlich keine
Verwechslung mehr denn egal wer
Den Namen eines erfundenen Gottes
Über andere Menschen stellt und meint
Der Aberglaube entschiede über
Gut und Böse ist für immer im Krieg
Wie die USA und der radikale Islam
Den einen sind es Glaubensbrüder
Die anderen uns Verbündete die wir
Lieber weniger hätten weil all ihre
Versuche die Welt aufzuräumen
Nichts als Tod und Chaos stiftete
Vielleicht wäre es Zeit für kritisches
Denken und so ist der Abschuss der
Israelis nur konsequent denn was auch
Sich israelischem Territorium ungefragt
Nähert wird abgeschossen viel Zeit
Haben sie nicht wenn der Bomber
Erstmal durch ist hat er in 10min
Jerusalem erreicht und in 20 Tel Aviv
So kommt es zur Golanverwechslung
Aber so ist das eben im Krieg
Nur wer glaubt einer sei besser
Hält am Aberglauben fest
jt 23.9.14
Fitschenpatschen
Der Deutsche Oberbänker Fitschen
Sitzt Dank des toten Kirch ganz schön
In der Patsche und wird zu München
Wegen Prozeßbetrug angeklagt
Was dem Ehrenkodex mit dem die
Deutsche Bank gern wedelt nicht
Wirklich gut steht aber er hat Glück
Im Unglück und darf mit dem Richter
Verhandeln der dem Freistaat schon
Den netten Deal mit Ecclestone jüngst
Bescherte der mal eben 100 Millionen
In die Kassen des armen Bundeslandes
Spülte das noch vor Gericht darum auch
Stritt nicht mehr soviel für die Schulden
Der anderen zahlen zu müssen
Da sind wir doch alle gespannt was
Fitschen um unschuldig aus München
Wieder abzureisen in bayerische Kassen
Rieseln lässt wo Peanuts kaum genügen
Wird es eher angemessenen Ausgleich
Für den dem Toten zugefügten Schaden
Gehen zumindest für Bayern lohnt es
Da wird sich die Deutsche doch nicht
Lumpen lassen und hinter dem kleinen
Rennfahrer noch zurückstehen wollen
Alles unter 100 Millionen wäre also wohl
Ehrabschneidend und eine Null mehr
Lässt das Land lächeln mit deren zwei
Gibt es noch den König Ludwig Orden
Wie eine Freikarte für dies unsägliche
Oktoberfest als ob da noch jemand
Hinwollte aber gut so wird Fitschen
Aus der Patschen kommen und der
Horst zu mehr Geld wo schon seine
Maut ihm die Stimmung versaut
jt 23.9.14
Bombenstimmung
Die USA suchen wieder Lösungen
Im Irak und Syrien wird bombadiert
Weil sich dies Rezept so gut ja
Bewährt hat im Kampf gegen den
Terror der gerade erst beendet
Einfach kein Ende findet weil
Unklar also was das Ziel der
Neuen Bombenterrorkampagne
Sein soll die zu nichts führt als
Gewalt mit noch mehr Gewalt
Wieder zu beantworten die ewige
Spirale der gewalttätigen Idioten
Einfach weiter zu drehen bis es
Nichts mehr zu bomben gibt weil
Entweder alle Amerika anbeten
Oder endlich tot sind wo sie das
Nicht wollten irgendwo und so
Herrscht im Orient mal wieder
Bombenstimmung dank Amerika
Hoffnung gibt es keine außer
Bald bomben auch die Franzosen
Und die USA haben sich dazu ein
Bündnis gekauft was die Worte
Nicht wert ist die es nutzt bis die
Terrorfürsten aus Washington
Die Welt nicht mehr mit ihrem
Bombenterror nach Gutdünken
Überziehen und sicher diesmal
Trifft es ja die bösen Verbrecher
Die entmenschte ISIS welche
Streng muslimisch Frauen wohl
Missbrauchen was eine contra dictio
Eigentlich ist aber scheinbar ist
Kriitsches Denken oder Fragen
Nicht mehr angesagt wie bei dem
Gerücht ISIS betriebe Klitorektomie
Was den Westen schreien ließ
Auch wenn es nie stimmte
Washington wird weiter bomben
Bis der letzte Muselmane sich gen
White House verneigt und wir hier
Klatschen Beifall da es ja gegen die
Kräfte des Bösen endlich geht
Fraglich nur wer das noch glaubt
jt 23.9.14
Sex in Berlin VII
Es wird Herbst. Am ersten Montag im Herbst ist es regnerisch und der Himmel über Berlin ist grau, es wehen Blätter über die Wege, Schauer wechseln sich mit Böen ab, manchmal kommen sie auch zugleich. Zeit des Wechsels von der Rilke noch sagte, wer kann, baut nun sein Haus oder bleibt allein.
Viele scheinbar kümmern sich nun mehr um den Hausbau im trauten Heim der Etage zwischen anderen. Wie immer, wenn das Wetter wechselt, sind die Cafés leerer als sonst, bleiben die Suchenden für sich und die wenigen, die dort noch sind, sitzen oft für sich und schauen auf ihre Gläser, wo die Zeit des Sommers nur hin verschwunden ist so plötzlich.
Es ist feucht, auch in den Häusern kriecht der Geruch der Feuchtigkeit wieder durch die Keller nach oben. Die Menschen tragen ihre Jacken hochgeschlagen, laufen schnell, würdigen sich kaum eines Blickes in ihrem Bedürfnis, ins warme, trockene zu kommen und sind doch gerade jetzt viel sehnsüchtiger, als sie es sonst waren. Nach Nähe und Wärme in der Nacht, nach Berührung und Lust, die sie gegen die kriechend kühle Feuchtigkeit erhitzt und schon sind wir mitten in der auch sprachlich schönsten Dialektik der Lust, die uns als warmes Ziel in kühler Zeit gerade scheint.
Wie gerne küsste ich nun die Liebste, wer immer es auch sein könnte, rein fakultativ und theoretisch hier gesprochen, auch wenn dies beim Thema ein wenig absurd scheint. Eng umschlungen, sich wärmend, Körper an Körper mit möglichst wenig an, im feuchten Kuss als Kontrapunkt zur Nässe draußen. Von der Lust träumen im Trockenen und relativ warmen, wenn sich erstmals die Heizungen wieder einschalten und die Luft plötzlich sehr frisch ist, macht die feuchten Träume zu einer warmen Heizung im Inneren.
Liegt es am Wetter, dass wir uns wieder dicker verpacken, der Inhalt unsichtbarer wird, dass wir uns weniger begehren und nicht aufeinanderzugehen, sondern uns, jeder für sich fern bleiben, auch wenn das Bedürfnis eigentlich das genaue Gegenteil verhieße?
Die sich haben, könnten sich nun selig bei sich finden und das Haben genießen, was sie den nur einsam Sehnsüchtigen voraus haben, doch wie selten wissen sie es zu würdigen, wie oft missachten sie, was ihr eigentlich großer Schatz ist und hegen Sehnsüchte jenseits der Gewohnheit wie ihrer Normalität, die sie darum weder würdigen noch genießen können, dabei wäre eigentlich die Liebe ein solch schönes Wunder, das es jeden Tag zu genießen gälte.
Schon im Schreiben zeigt sich, dass in der kühleren Zeit die Verbindung von Gefühl und Lust scheinbar größer ist, als im noch Sommer, wo wir uns einfach der Lust hingeben, wie sie kommt und sie genauso leicht wieder verspielen, weil ja ewig Sommer zu sein scheint und sich eins ums andere in warmen Nächten findet. Allerdings führt dieser Ausflug in die Welt der Emotionen, die nicht notwendig mit der Lust verbunden sind, weg von dem, was die Lust im Herbst ausmacht und wie es sich um das dialektische Verhältnis der zunehmenden Feuchtigkeit draußen zu der drinnen verhält.
Die körperwarme, also wohltemperierte Feuchtigkeit unserer Lust bildet den sehnsüchtigen Gegenpol zu der kühl stürmischen Feuchtigkeit draußen. Vielleicht ist der Sturm der Leidenschaft, die uns noch im Sommer trieb bereits ein wenig verweht, sehnen wir uns mehr nach Wärme und Nähe als nach der schnellen Befriedigung beim heißen Ritt und hängen darum das mit der Nähe irgendwie immer verbundene Gefühl an die Lust, sehnen uns nach vertrauten Geliebten und danach zusammen aufzuwachen und einzuschlafen.
Es wird spannend dieses Verhältnis von innerer und äußerer Feuchtigkeit weiter über den langen Herbst bis in den Winter zu beobachten, wenn das Licht immer wenger wird. Das wenige Licht wohl auch ist es, was unsere Sehnsucht nach Innen wachsen lässt, als Abgrenzung zur dunklen Kälte draußen. So käme zur Frage der Feuchtigkeit noch die des weniger werdenden Lichtes und wie weit sich dieses auf die sexuelle Aktivität der Großstädter auswirkt - ob sich einfach in der Sonne leichter liebt oder unser Körper eigentlich autonom ist, wir immer könnten, wenn wir uns nicht unnötig von äußeren Bedingungen abhängig machten.
Die Erfahrung spricht dafür, dass wir auch im Winter die Lust genießen können und schauen wir uns die Verteilung der Geburtstage über das Jahr an, zeigt sich auch, es geht eigentlich immer und das liegt wohl nicht nur daran, dass die Zeugenden zufällig in anderen Breiten weilten. Es kommt letztlich nicht auf das Wetter an, sofern wir es je passend genießen können. Die traurigen, eher leeren Cafés um den Platz, an dem sonst eifrig geminnt und geflirtet wird, sind also weniger ein Zeichen für ein natürliches Abnehmen der möglichen sexuellen Aktivität der Natur nach, sondern nur der eben Ausdruck des Wechsels.
Immer wenn das Wetter wechselt, außer es wird ganz wunderbar warm, sind die Cafés erstmal leerer, bis sich alle an das Neue gewöhnt haben und auch von ihm nicht weiter aufhalten lassen und sich auch in der neuen Kleidung wieder wohl fühlen, schön im Herbst sind, statt noch nirgendwo ganz. Vielleicht könnte dies irgendwo sein, der Schlüssel zu Sehnsucht und Glück sein. Solange wir in der veränderten Umwelt nicht beheimatet sind, ist es wohl natürlich, sich zurückzuziehen, um sich zu positionieren, das veränderte Revier neu zu erkunden und dann wird die Lust im Herbst auf neue Art spannend, die sich durch Schichten erst die Wege zum Ziel sucht, einander mehr verkleidet begegnet und darum wohl längerer Annäherung bedarf, um sich zu entblößen im nicht mehr Sommer.
Ruhig zieht die Herbstnacht über den Berg, kein Stöhnen aus den eben nicht mehr offenen Fenstern zum Hof ist zu hören und nur der Wind bläst sich einen um die Ecken, manchmal pfeifend und dann und wann tropft es dazu im Takt und wenn wir uns daran gewöhnt haben, werden wir vermutlich auch wieder nacheinander suchen und uns von der Schönheit des Herbstes und was er unten drunter trägt überraschen lassen.
jt 23.9.14
Montag, 22. September 2014
Faschismuskeule
Peter Handke erhielt in Oslo
Den renomierten Ibsenpreis
Und während er redete und
Das Preisgeld zu einem Teil
Den Norwegern zurückgab
Wie zum anderen davon ein
Schwimmbad für Kinder im
Kosovo bauen lässt wurde
Vor der Tür gegen den Preis
Lautstark demonstriert
Für den vermeintlichen
Faschisten Handke oder den
Zumindest der lange den
Völkermörder Milosevic
Verteidigte und als Freund
Bezeichnete der mit einer
Serbin verheiratet gewagt hatte
Gegen den europäischen Konsens
Auch die andere Position zu verstehen
Was ja im Krieg nicht geht wie wir just
Wieder merken wo alle die unsere
Propaganda hinterfragen als Putintrolle
Beschimpft und für Diener des
Faschismus gehalten werden
Damals dachte ich auch wie konnte
Handke nur und fern schien mir der
Wahrlich große Autor der Realität
Nun wieder in zugespizter Lage
Wird er beschimpft wo es um sein
Werk ging nicht um seine vielleicht
Abwegigen politischen Sichten aber
Waren sie wirklich so abwegig wie
Es uns damals schien als wir alle einig
Wer sind die Bösen und gibt es die
Überhaupt je ist nicht die ewige
Faschismuskeule mehr ein Instrument
Kontinuierlicher Relativierung hinter der
Sich die guten Menschen verstecken um
Ihre Existenzberechtigung allein aus der
Ewigen Abgrenzung zu gewinnen immer
Solidarisch mit wem auch immer gegen
Das zementierte Böse auch wenn sich
Dies wie wir nun wissen wenn wir noch
Gelegentlich denken zwischen der uns
Überall berieselnden Propaganda
Gerne mal völlig verschiebt
Es sind oft die gleichen die einen
Niederbrüllen beschimpfen oder auch
Sieg Heil rufen wenn nötig warum
Die Eindeutigkeit der Gesinnung sich
Mir immer mehr relativiert und der
Angriff gegen einen verdienten
Schrifsteller mich jenseits aller
Gesinnung entsetzt weil es einer
Auf die Kunst ist die politisiert wird
Spannend wie paradox der wohl
Herzkranke Handke reagierte
Alle verblüffte und vielleicht hilft es
Uns wieder mehr zu denken statt
Parolen zu brüllen vom Faschismus
Was meist faschistisch schon ist
Wer nicht zuhört und niederbrüllt ist
Immer im Unrecht nur laut eben
jt 22.9.14