Dienstag, 22. Juli 2014

Gazaeskalationsdialektik

Während sich immer mehr in Deutschland in Äußerungen und Protesten ergehen, die sie selbst wohl israelkritisch gern nennen wollen, weil sie sich über den Antisemitismus, den sie für eine nur Keule der Wohlmeinenden halten, fern fühlen, wächst die Angst der Juden hier, die sich ganz real antisemitisch angegangen fühlen, weil ein Land, das nach der bisher schlimmsten Vernichtungsaktion  an einem Volk, das sich durch eine Religion verbindend definiert, einen Krieg führt, wird es Zeit, laut und klar seine Solidarität mit Israel zu erklären und dennoch für Frieden zu kämpfen.

Es sterben Menschen im Krieg und es wird keinen Sieger geben. Jede Eskalation der Gewalt in Gaza wird die Macht der Radikalen von der Hamas stärken und jede Rakete auf Israel, die inzwischen weit über 50.000 sind seit dem Beginn vor wenigen Monaten und von denn nur rund 37% abgefangen wurden, wird die Radikalen dort stärken. Die Hamas profitiert von dem Konflikt sowohl medial im Westen, wo sich immer mehr mit den Opfern solidarisieren, ohne sie darum Täter zu nennen. Israel gibt an, sie wollten militärisch die Tunnel aus Gaza nach Israel zerstören, um die Gefahr neuer Attentate zu verringern, sagen also, sie kämpften unter hohem Risiko für mehr Sicherheit in ihrem Land.

Jede Eskalation dieses uralten Konfliktes hat die Schraube der Gewalt weiter angezogen, die Schleusen geöffnet und Hass gesät, wo es mehr Verständnis bräuchte, zwei auf einem kleinen Stück Land dringend zusammen arbeiten müssten. Die religiöse Überladung der Region mit Kultorten der Weltreligionen tut ihr übriges, das je Unverständnis zu erhöhen, vernünftige Argumente nutzen wenig, wo es um den eigenen Aberglauben geht.

Es sterben mehr Menschen in Gaza als israelische Soldaten oder Israelis bis jetzt Opfer palästinensischer Raketen wurden. Das liegt an schlechteren Waffen der Hamas, der Unfähigkeit sie zu bedienen, der Überlegenheit der Israelis, dem intensiven Bemühen des Staates Israel seine Bürger vor Angriffen zu schützen. Es liegt nicht daran, dass es in Gaza weniger Bunker gäbe oder Israel überraschend und hinterhältig angriffe. Im Gegenteil, Israel kündigt jeden seiner Angriffe an und bittet die Bewohner ihre Häuser zu verlassen, aus der Schußlinie zu gehen, das Risiko zu minimieren. Die Hamas bemüht sich um das Gegenteil. Sie bittet die Bewohner vor Ort zu bleiben, behauptet sie würden sie verteidigen, versprechen Opfern das Himmelreich und positionieren die Abschußrampen der Raketen in bewohnten Gebieten, so dass Angriffe auf diese militärischen Ziele logisch Zivilisten treffen, wenn sie diese nicht noch überreden, sich heldenhaft vor den Raketen im Auftrag des Propheten zu positionieren. Es gäbe in Gaza genug Bunker. Diese sind mit Unterstützung der Bundesregierung gebaut worden. Insofern die Raketen aber aus Wohngebieten abgeschossen werden, nutzt die Hamas den größeren Teil der Bunker als Waffenlager.

Schauen wir auf die Dialektik der Eskalation könnten wir eine klare kausale Verantwortung für die vielen palästinensischen Toten im Verhalten der Hamas sehen. Sie sterben aber nicht von der Hand der Hamas, sondern durch gezielte israelische Bomben. Die Zahl der im bisherigen Konflikt getöteten Palästinenser unterschreitet die Zahl der in Syrien getöteten bei weiten, es ist nicht mal ein kleiner Teil davon. Für die Toten dort ging niemand auf die Straße, es wurde niemand angeklagt. Nicht berichtet wird in hiesigen Medien, dass Israel trotz des Konflikts die Krankenhäuser in Gaza weiter täglich mit Hilfsgütern beliefert. Zeitgleich ermordet ISIS im Irak grausam Christen, sofern sie nicht zum Islam konvertieren, werden Frauen gesteinigt und Männer aufgehängt, soweit ihnen nicht noch die Flucht gelang. Auch für diese Toten geht hier niemand auf die Straße.

Es wird davon gesprochen, dass in Palästina unschuldige Kinder und Frauen Opfer israelischer Angriffe werden. Das ist richtig. Aber es gilt auch, kein Mensch verdient den Tod, so gesehen ist jedes Opfer im Krieg unschuldig, ob Soldat oder Baby. Die Soldaten gehen nur teilweise bewusst ein höheres Risiko ein. Israelische Wehrdienstleistende haben nicht die Wahl, ob sie dieses Risiko eingehen wollen. Palästinenser haben die Wahl, ob sie sich mit der Hamas solidarisieren oder bewusst Abstand halten. Auch das wird sie nicht immer schützen. Es gibt dennoch, auch im Krieg keine schuldigen Opfer, warum der Begriff des unschuldigen Opfers in die Irre führt. Die Palästinenser in Syrien waren am Konflikt völlig unbeteiligt, so gesehen, gäbe es unschuldige Opfer, wären sie es , für die keiner auf die Straße ging. Sehen wir von den Kämpfern der Hamas ab die auch in Syrien kämpfen. 

Es gibt inzwischen viele Israelis, die sagen, bei diesem Konflikt, kann keiner gewinnen. Auch Israel, auch wenn es als militärischer Sieger aus der Schlacht geht, kann nur verlieren, sagen sie, weil jede militärische Auseinandersetzung die radikalen Kräfte stärkt. Diese Nachdenklichen werden kaum gehört im Lärm des Krieges zwischen Totenmeldungen und Raketeneinschlägen. Auch in Palästina kann keiner gewinnen, weder militärisch, sie haben keine Chance gegen Israel, noch politisch, da die Radikalisierung und die Hinwendung zur Hamas auch die Chancen des Staates Palästina auf Demokratie und Fortschritt zerstört. Derweil sitzt der Chef der Hamas ungefährdet in Katar, koordiniert die Angriffe und hofft auf eine Stärkung seiner Position in der arabischen Welt als Opfer. Der türkische Ministerpräsident hat sich öffentlich solidarisiert mit Palästina, damit mit der Hamas und Israel für grausamer als Hitler erklärt. Damit müsste er sich als Dialogpartner unmöglich gemacht haben, setzt sich der Gefahr einer Strafanzeige in Deutschland aus, die zu seiner Verhaftung führen könnte, sollte er wieder hier werben wollen. Solidarität mit Israel heißt auch, diese dumme antisemitische Hetze, nicht zu tolerieren.

Keine Seite kann etwas gewinnen bei diesem Konflikt. Es sterben Menschen, um die Position der radikalen Feinde eines Friedens auf beiden Seiten zu stärken. Der Krieg ist also offensichtlich falsch und unsinnig, kann zu keinem guten Ergebnis führen, sondern wird die Situation nur verschlimmern. Fraglich ist, was die Alternativen wären.

Israel könnte den Angriff beenden, damit wäre die Hamas der Sieger, da ihr wilkürlicher Beschuss Israels keine Folgen hätte. In Israel bestünde die Gefahr, dass im Schatten der Angriffe die radikalen Kräfte noch weiter gestärkt werden, die sich wiederum für neue Landnahme des aus ihrer Sicht heiligen jüdischen Landes ausspräche, einen Frieden erschwerte. Ob ein nun Rückzug der Israelis die Hamas schwächen würde, scheint fraglich. Die Propagandamaschine der Hamas läuft so gut und erfolgreich, dass sie jeden palästinensischen Toten bejubeln werden, auch wenn sie öffentlich klagen. Bei einem Ende der Angriffe ohne Friedenslösung oder zumindest Waffenstillstandsgarantien für Israel, welche die Hamas trotz ägyptischen Bemühen bisher verweigert, erhöhte Israel das Risiko für seine Bürger ohne Gegenwehr.

Zum Gründungsmythos von Israel nach dem Holocaust gehört, dass sich dank dieses Staates und in diesem Juden nie wieder hilflos der Vernichtung und Verfolgung ausgesetzt sehen. Eine Hinnahme der Angriffe der Hamas als eine Art palästinensische Folklore, die dafür die jüdische Bevölkerung Israels mit steten Bunkergängen fit hält, ist dem Staat Israel nicht zumutbar. Stellen wir uns nur vor die Bayern erklärten sich für autonom und verbündeten sich mit Österreich und schickten von Süden aus täglich hunderte von Raketen über die Republik, um das nicht bayerische Volk zu töten mit dem in der Vereinssatzung erklärten Ziel den Rest der BRD zu vernichten und alle übrigen Deutschen ins Meer zu treiben, soweit sie nicht Bayern würden und sich dreimal gen Allianzarena verbeugten - wüsste gerne wie lange eine Regierung hier im Amt wäre, die solchen Beschuss tolerierte, der täglich die Bevölkerung im grenznahen Gebiet zu Bayern in die Bunker triebe. Das es auch nicht akzeptabel wäre, wenn dann nationale Patrioten sich Häuser in Bayern bauten, um preußische Inseln zu bilden, ist sicher richtig, muss diskutiert werden und zu einem friedlichen Ende gebracht werden, hat aber nichts mit einem potentiell tötlichen Raketenbeschuss zu tun.

Es werden sich ewig Gründe dafür und dagegen im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern finden. Sie sollen das miteinander diskutieren und sich streiten, nur sollen sie aufhören, sich in die Luft zu sprengen oder einander zu beschießen, damit eine Koexistenz möglich wird.

Wer Frieden will, muss sich auf das wesentliche konzentrieren und erstmal reduzieren, um zumindest einen minimalen Konsens zu finden. Dazu wird Israel, ob es der Regierung passt oder nicht, mit der Hamas reden müssen, um die Bedingungen auszuhandeln für Waffenstillstand, Frieden und Koexistenz. Sobald verhandelt wird, werden die radikalen Kräfte schwächer. Wenn Israel das Tor zu Verhandlungen öffnet, haben auch die anderen wieder eine Chance zu Wort zu kommen, denn solange Raketen und Bomben fliegen, haben nur die Falken das Wort.

Sollte die Hamas jedes Gespräch verweigern und weiter Israel mit Raketen beschießen wäre Israel gut beraten, auch wenn sie es nicht brauchen, ein Bündnis zu seiner Verteidigung zu schmieden und medial besser zu arbeiten, als es bislang die Hamas tat. Gegen Dummheit hilft nur Aufklärung und der wohl leider auch in Deutschland noch latente Antisemitismus muss klar bekämpft werden. Es gibt dafür eine gesetzliche Grundlage und sie muss dann auch konsequent angewandt werden, damit Deutschland als erster Staat in Europa ganz klar zeigt für arabischen Antisemitismus gibt es hier null Toleranz und jegliche Form davon wird strafrechtlich verfolgt.

Wo wir Israel, der einzigen Demokratie im ganzen Nahen Osten einschließlich der Türkei, seit Erdogan seine Gesinnung offenbarte, dem einzigen Rechtsstaat dort weit und breit, solidarisch zur Seite stehen, statt mahnend und zögerlich, niemanden vergraulen wollen, muss Israel keinen Krieg führen, um verrückte Terroristen in die Schranken zu weisen. Wer nicht verhandelt, keinen Frieden sucht, wird erst offenbar, wenn verhandelt wird. Israel könnte die Initiative ergreifen dazu. Sie sind klar überlegen, würden militärisch rasch gewinnen, wenn sie es wollten. Der Preis eines Sieges wird die Stärkung der Hamas und die Fortdauer des Terrors sein. Der Gewinn des Friedens ist gar nicht, hoch genug einzuschätzen. In diesem Krieg gibt es außer den Radikalen keine Gewinner aber viele Verlierer. Einigen müssen sie sich alleine und miteinander irgendwie - aber wir können durch eine klare friedliche Solidarität mit Israel, die Frieden fordert, zumindest die Kräfte stärken, die dem Unsinn entgegenwirken, bei dem nur die gewinnen, die kein vernünftiger Mensch gestärkt sehen will.
jt 22.7.14

Teilmobilmachungseskalation

Die Ukraine reagiert schnell auf die Anklage Moskaus an dem Abschusss von MH17 beteiligt gewesen zu sein. Sie lassen mobil machen und verkünden nun den totalen Krieg gegen die Rebellen, nachdem diese sich kooperationsbereit zeigten, Leichen wie Blackbox übergaben, um den Krieg noch zu gewinnen, bevor weitere Fragen nach der Auswertung laut werden, wer hier lügt und wer mit fast faschistoider Propaganda versucht Bösewichte zu erzeugen, die nicht in dieses Schema passen.

Natürlich fürchten alle Staaten sich vor Rebellen und Aufständischen, die ihre Ordnung gefährden und damit die Luftblase, auf der ihre angemaßte Macht beruht. Warum Russland sich vor den Rebellen weniger fürchtet als die Ukraine scheint offensichtlich. Den einen wenden sie sich zu, die anderen flüchten sie. Aber auch Russland würde diese Aufständischen ganz schnell entwaffnen, durch eine autorisierte Armee ersetzen, um für das zu sorgen, was wir für Recht und Ordnung halten, da die Gefahr, die uns bei Verlust der selbigen imaginiert wird, wesentlich größer scheint, als die durch ihre Errichtung und Durchsetzung drohende.

Als sei die Ordnung und das Recht ein Wert an sich und nicht nur eine Krücke, den Bestand der Ordnung aufrechtzuerhalten. Eine Ordnung gab es auch in den KZs und mit deutscher Gründlichkeit wurde die Vernichtung ordentlich betrieben, auf die Einhaltung des Plans geachtet. Hier wurde später argumentiert, um die rechtmäßig handelnden Täter doch ordnungsgemäßt, also nach geltendem Recht zur Zeit der Tat, bestrafen zu können, dies offensichtlich so menschenverachtende Tun, könne kein Recht sein, da es für jeden sichtbar gegen alle Gerechtigkeit verstoßen hätte, weshalb sich der Richter an höheren Maßstäben der Gerechtigkeit und nicht am Recht zu orientieren habe, um die Gerechtigkeit wiederherzustellen - was nett klingt aber völlig systemwidrig bleibt, Blödsinn ist. Wenn ich den Anspruch zu strafen am Unrecht der Tat festmache, muss das Recht gelten, das zum Zeitpunkt der Tat gilt.

Würden wir etwa plötzlich zu der Erkenntnis kommen alle Tiere seien Mitgeschöpfe, deren Tötung durch nichts zu rechtfertigen sei, könnten dennoch nicht die bis dahin Metzger wegen Mordes oder Totschlags bestraft werden, sondern eben erst ab dann, wenn dieses Handeln strafbar ist. Die moralische Krücke, die der große Denker Gustav Radbruch ins deutsche Strafrecht mit der nach ihm benannten Formel baute, bleibt eine Krücke. Sie ist eher religiös und moralisch denn rechtsstaatlich und ein, wie sich bei den Mauersschützenprozessen zeigte, gefährliches Einfallstor der bloßen Siegerjustiz, auch wenn es sich hier nur um den Versuch handelt die unerträgliche Ungerechtigkeit rechtsstaatlich gut zu behandeln.

Es ist verständlich und richtig, dass wir die unmenschlichen Täter der Konzentrationslager bestrafen wollten. Es ist zumindest teilweise verständlich, dass auch die Schützen an der Mauer nicht ungestraft davonkommen sollten, für ein Tun, dass zumindest im Westen, also unter der Mehrheit als völlig unmenschlich galt und auch im Osten kaum eine Mehrheit dafür auf die Beine brächte. Aber wird es damit richtig, sie gegen den wichtigsten Grundsatz zu bestrafen, den von nulla poena, der besagt, keine Strafe ohne zum Zeitpunkt der Tat geschriebenes Recht?

Das ist darum wichtig, weil wir dem Staat das Recht in unsere Freiheit einzugreifen, nur dann geben, wenn wir einsehen können, was wir tun dürfen und was nicht und welche Folgen ein Verstoß hat. Eine Bestrafung eines zum Zeitpunkt der Tat legalen Handelns, wie das Schlachten durch den Metzger, wäre nicht zu rechtfertigen und doch tun wir dies, immer dann, wenn aus unserer Sicht eine moralische Grenze erreicht ist oder uns suggeriert wird, es sei eine Grenze erreicht und darum müsse nun gehandelt werden, so wenig logisch es ist, so sehr es nur auf der Ideologie der Propaganda des Krieges fußt.

Das Recht ist eine Krücke, es hat keine Moral und wird nur formal angewandt als Vollzug von bloß rechtlichen Formeln. Diese haben einen moralischen Wert aus dem sozialen Kontext in dem sie stehen. Konkreter gesagt, nicht die Gesetze sind moralisch, sondern wie wir mit ihnen leben und umgehen. Moralisch wird es, wenn es uns gerade auf die Art des Miteinanders und die Gründe dafür ankommt. Was allerdings strittig ist, da manche auch meinen, die Moral als Summe der Sitten finde einfach im Recht ihren Ausdruck und der entspricht, eben in der Demokratie dem Konsens der Mehrheit.

Spannend wird es, wie das Recht dazu missbraucht wird, die Macht durchzusetzen, persönliche Interessen, seien sie national oder gar nur privat pecuniär, durchzusetzen und dabei eben seine Grenze aufzeigt. Die Mehrheit ist wohl sicher der Meinung, dass, wer unschuldige Kinder vom Himmel schießt, bestraft werden muss, wie einer, der sie sonst umbringt oder gar schändet, was noch einen zutiefst moralischen Begriff, der seine Nutzer mehr beschämen sollte noch als die Betroffenen, in die Diskussion bringt. Aber dazu wenden wir uns ein andernmal, hier soll es genügen, die tatsächlichen Handlungsweisen auf dem Weg zur Eskalation in einen moralischen Rahmen zu stellen, nach Werten zu beurteilen.

Weiß nicht, wer den den Vogel abgeschossen hat, noch warum diejenigen es taten - für beides gibt es Gründe, ein Versehen auf Seiten der Rebellen, was moralisch kaum zu einer anderen Bewertung ihres auch vorher schon Handelns logisch führen dürfte, eine gezielte Provokation der Ukraine mit Unterstützung der Amerikaner, um den Vernichtungsfeldzug gegen die Rebellen weltweit zu rechtfertigen, was zu einer moralisch grundsätzlich anderen Bewertung ihres Handelns führte. Diese Bewertung brächte eine völlige Delegitimation ihrer Position mit sich, damit stünde alles bisher behauptete infrage, die Erfolge im Krieg gegen die Rebellen könnten sich umkehren und die Unterstützung der Welt, die USA mal außen vor, die jenseits aller Moral nur nach machtpolitischem Kalkül handeln, das ihrer Ökonomie nutzt.

Daraus wird klar, welche moralischen Folgen die Aufdeckung einer vorigen Lüge oder der Beteiligung am Abschuss, der ja mittlerweile zwischen den Streitenden unstrittig ist, jeweils hätte. Die Rebellen wären blamiert, könnten sich für das Versehen entschuldigen, es zumindest versuchen, aber durch ihre inzwischen Bereitschaft zur Kooperation mittlerweile bewiesen haben, an einer Aufklärung interessiert zu sein. Es täte ihnen nicht gut, aber der Schaden hielte sich in Grenzen, außer der moralische Feldzug, wie ihn in Europa der Boulevard im Chor mit der FAZ führt, hat Erfolg und die Wut der Bürger Europas würde so angestachelt, statt umgeleitet, dass sie einer weiteren Unterstützung des Feldzuges mit dem Ziel der Vernichtung, den die Ukraine im Osten gerade beginnt, zustimmen würden und diesen mit ihrer Allianz gegen Russland, das mit angeblich 40.000 Mann an der Grenze steht, führen würden.

Verzweifelte Niederländer sind bereits fast weichgekocht. Leser des deutschen Boulevards von geringerer Fähigkeit zur Reflektion sind kurz davor, die Stimmung brodelt moralisch ähnlich heiß wie im Sommer 1914 und die Rakete auf MH17 ist was damals der Schuss auf den Thronfolger war, auch wenn die Niederlande nicht die Supermacht wie damals Österreich-Ungarn sind, höchstens im Fußball noch den Rang nach Deutschland behaupten in Europa, ist die Verbindung historisch doch relativ nahe, liegt Orange, die Stadt, zwar im heute Frankreich, Namensmutter des Oranje des Hauses Oranien-Nassau, doch im von Karl dem Kühnen noch eroberten und über seinen Sohn Maximilian erheirateten österreichischen  Burgund, das damals auch die Niederlande umfasste, vor der Reformation also. Doch wer Konflikte verstehen will, sollte weit zurückgehen, auch im Osten, wo es auch Reiche vor der Sowjetunion gab und der Kiewer Rus, nicht nur dem Namen nach eine gewisse Tradition in der Verbindung belegt.

Was belegt also im Sinne einer Strategie der Eskalation oder der Deeskalation, wer in bis dato unklarer Situation ein suizidales Kommando mit Mobilmachung gegen das letzte Nest der Russen im eigenen Land beginnt?

Vor allem wohl Eile und ein dringendes Handlungsbedürfnis. Sollte stimmen, was die Ukraine behauptet,  dass 40.000 Russen gefechtsbereit an der Grenze stehen, um ihren Brüdern im Osten beizustehen, im Falle eines Falles, wäre diese Aktion ein reines Selbstmordkommando mit keinem anderen Wert, als durch sein Opfer und das seiner Menschen auf das Unrecht der anderen hinzuweisen. Wo dieser Krieg wieder mit aller Gewalt geführt wird, wird die Aufklärung noch schwerer und die aktuellen Behauptungen in denen strategische Spezialisten anhand von Fotos aus der New York Times plötzlich neue Beweise haben wollen für einen Raketeneinschlag, klingt dem kritischen Leser eher nach Kaffeesatzlesserei, denn nach Aufklärung.

Die Situation ist unklar. Es müsste vor Ort in Ruhe geforscht werden. Da beginnt die Ukraine eine Großoffensive gegen die Rebellenhochburg Donezsk, da deren Schuld ja erwiesen sei, zumindest aus ihrer und amerikanischer Sicht und wird damit vermutlich die ruhige Suche nach Gründen nachhaltig stören. Die Teilmobilmachungseskalation ist geschickt und strategisch aufgebaut. Die Welt könnte verblödet und empört genug gegen den vermeintlichen Bösewicht Putin sein, der als Kindermörder schon betitelt, aufgefordert wird, den Eltern ihre Kinder zurückzugeben, dass sie aufhört, kritisch zu denken und zu fragen, wer, wann und warum gerade eskaliert, wohin das führt. Dann ist die Eskalation weniger eine wahnsinnige Dummheit mit hohem Risiko, als eine wohlkalkulierte Strategie im militärischen Interesse, für die der vorherige Abschuss sehr nützlich war, egal wer ihn verursachte, was nur solange egal bleibt, bis einer siegt, der dann vor Ort die Lesung der Wahrheit und ihre Propaganda bestimmt.

Ich weiß nicht, wer schuld ist, aber ich sehe wer, in welchem geostrategischen Interesse handelt und wie gut auf diese Ekalation vorbereitet ist. Die Rückeroberung wird nur gelingen, wenn sich Russland raus hält und seine, nun Landeskinder sind es ja nicht wirklich, auf Glaube kommt es weniger an als auf Rasse wohl, was noch erschreckender ist, die in der Ukraine russisch Sprechenden reichte auch nicht, da das fast alle sind, nun die sogenannten Russen jedenfalls, im Stich lässt, um keinen Weltkrieg zu riskieren, den bis jetzt keiner für die Ukraine riskiert hätte, außer die toten Kinder genügen das Bild des bösen Russen zu malen, den wir nun kollektiv bekämpfen müssen.

Die Teilmobilmachung, die erstaunlich schnell nach der Übergabe der Flugschreiber an neutrale Stellen erfolgte, ist ein weiterer Schritt in den Krieg, von dem inzwischen sogar das Rote Kreuz vor Ort spricht. Es herrscht Krieg und Europa hat nichts besseres in unklarer Situation zu tun, als die Reihen fest zu schließen. Wir sollten uns bewust halten wie 1914 alles begann, wie es endete und wie nah wir auch verbal am Abgrund stehn. Springer, FAZ und andere betreiben gefährliche Hetze und Propaganda, am Rande der Strafbarkeit.

Keiner bestreitet, dass der Abschuss schlimm ist und die Täter dafür zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Das geht aber nur im Frieden und unter den Bedingungen des Friedens, es geht vor allem nur rechtsstaatlich, wenn es ein im rechtlichen Sinne gerechtes Urteil geben soll - keiner braucht nun Propaganda, außer denen, die ein persönliches Interesse am Krieg haben.

BILD und der FAZ sollte die Gefährlichkeit ihres Tuns vor Augen gehalten werden - denke es erfüllt schon Merkmale des Tatbestandes der Aufstachelung zu Krieg und Rassenhass, es ist jedenfalls keine Aufklärung sondern klare Propaganda und eine Schande für Europa. Fragen wir uns also kritisch, wer hat ein Interesse an einer weiteren Eskalation und aus welchen Gründen, wohin führt diese und wo werden die Schlachten dieses nächsten europäischen Krieges gefochten?

Was braucht es in unklarer Situation dringender als ruhige Aufklärung und was ist von denen zu halten, die sie laut verhindern?

Wie unfrei ist schon, wer die Aufklärung, die nach Kant eben Befreiung aus selbstverschuldeter Unmündigkeit ist, gegen Propaganda tauscht und das Denken beendet, bevor wir wissen?
jt 22.7.14

Sonntag, 13. Juli 2014

FINALE GERARG

Deutschland hatte Anstoß und es geht schon los. Gleich gewinnt Özil einen verlorenen Ball wieder zurück. Kramer spielt für Khedira und Özil verspielt erste Möglichkeit. Foul an Müller führt zu erstem deutschen Freistoß, etwa 5m vor dem 16er, nun besprechen sie ihre Tricks für den Freistoß, der leider nur in der Mauer landet und rasend kontern die Argentinier, aber der erste Ball aufs deutsche Tor geht vorbei. Die Deutschen bauen ruhig auf, Müller auf Özil, der ihn leider nicht bekommt. Messie wird von Höwedes und Hummels im Konter ausgespielt. Müller rast nach vorne und erobert schönen Einwurf, der zum ersten Torschuss führt. Messie rennt mit Hummels um die Wette, aber erreicht nichts. Angriffe der Argentinier werden schnell gestoppt. Argentinien hat die erste Ecke, Miro rettet mit dem Kopf in der Abwehr und Neuer fängt danach. Schweinsteiger gewinnt gegen zwei Argentinier um die Mittellinie den Zweikampf - dann große Chance für Klose, der den Pass von Lahm aber nicht ganz bekommt. Klose wird gefoult und der nächste Freistoß von Kroos als Flanke, die nicht ganz ankam. Sie erringen zumindest eine Ecke. Kroos schießt die Ecke und war nichts. Dann rettet Özil sehr gut. nun liegt Kramer im Strafraum, der mit der Schulter gefoult wurde - hätte einen Elfmeter geben können. Aber Kramer fängt sich wieder und die Mannschaft ist wieder vollständig. Wieder lief ein Argentinier einen Deutschen, diesmal Müller, brutal auflaufen. Ein Fehlpass per an Iguain von Kroos, führt zu riesiger Chance für Argentinien, aber Iguain schießt einfach vorbei. Nun wieder die Deutschen im Ansturm. Kramer kämpft um jeden Ball und wird ständig gefoult. Guter Pass für Klose aber der argentinische Torwart kam ihm voraus. Dann gleich wieder noch eine große Chance, leider Abseits. Nun Gelb für Schweini und Freistoß für Argentinien, der zu nichts führt. Da schießen die Argentinier das erste Tor und zum Glück Abseits, zählt nicht. Kramer muss vom Platz scheinbar und für ihn kommt Schürrle. Nun bekommt Höwedes Gelb für böses Foul und kann noch froh sein, nur Gelb zu bekommen. Messie stürmt an und Schweini rettet zur Ecke. Neuer hält sehr gut. Dann im Konter Müller rasend schnell auf Schürrle, leider Behinderung durch Özil, dadurch  nur Abstoß. Lahm gibt guten Pass, der wegen Abseitsgefahr leider nicht ankommt. Wieder ein rasender Ansturm der Argentinier durch Messie, der einfach ankommt und Boateng rettet gerade noch auf der Linie. Deutscher Konter wird durch Foul unterbrochen. Die Deutschen stürmen wieder. Chance wieder Schürrle, die der Torwart gerade noch hält. Klose hat einen Traumpass von Müller leider nicht bekommen, aber es war knapp - die Deutschen haben immer mehr Chancen. Noch eine Ecke für Deutschland. Kroos schießt. Noch eine Ecke, wieder Kroos. Nach dem Kopfball, der an den Pfosten geht, hält der argentinische Torwart gerade noch. Dann kommt die Pause nach großer Aufregung vorher.

Argentinien stößt an und Deutschland rettet zur ersten Ecke, die im zweiten Ansturm durch Iguain Gefahr bringt, aber zum Glück im Abseits endet. Dann rettet mal wieder Boateng. Sofort danach Messie, der aber seine riesige Chance, zum Glück vorbei schießt. Ecke für Deutschland, die der Argentinier raus köpft. Dann schneller Konter der Argentinier, den Neuer an der Grenze zum Strafraum wegfaustet und damit gerade noch rettet und Argentinier dabei verletzt. Aber kein Freistoß. Riesige Chance für Klose nach Pass von Lahm, die der argentinische Torwart gerade noch vereitelt. Schöner Ansturm der Deutschen endet leider mit Schuß vorbei von Lahm. Wieder eine Traumchance, die von Schürrle auf Özil gepasst wird, der mit dem Knie die größte Chance vorbeischießt. Nun Ecke für Argentinien, die vorbei geköpft wird, Gelb für Mascherano, das passt der deutschen Mannschaft gut. Noch mal Gelb für einen Argentinier, der Schweini foulte. Foul an Argentinier. Schöner Freistoß, den Neuer gut abfängt. Die Partie wird ruppiger. Wieder eine riesige Chance für Schürrle, an die er nicht herankam. Wieder ein Schuss von Schürrle, leider weit drüber. Messie greift alleine an und schießt von vor dem Strafraum weit vorbei. Argentinien wechselt und wird noch offensiver, nimmt Higuin raus für Palazzio. Ein Ansturm der Argentinier, hält Neuer auf.  Ein schneller Konter der Deutschen führt immerhin zur Ecke. Von Kroos aus Rostock ürsprünglich aber ohne Folgen. Wieder ein deutscher Ansturm und Kroos schießt wieder daneben. Chance für Messie, der zum Glück ausrutscht. Die Deutschen stürmen wieder aber nicht zu zielführend. Argentinien wechselt Perez aus für Gago. Deutschland wechselt Götze für Klose ein. Derweil wird ein Argentinier behandelt. Höwedes stoppt wieder einen Argentinier und holt sogar einen Einwurf raus. Es gibt 3min Nachspielzeit. Götze schießt erstmals aufs Tor aber etwas schwach in die Arme. Das Spiel ist aus, es geht in die Verlängerung.

Es geht in die Verlängerung. Deutschland stößt an. Erster Ansturm mit riesiger Chance für Deutschland, die in einen schnellen Konter übergeht, den Neuer gut hält. Wieder ein schneller Konter der Deutschen, die momentan die Argentinier mehr bedrängen. Foul an Kroos, weiter geht der Ansturm. Boateng rettet für Neuer. Wieder ein deutscher Angriff mit Lahm, diesmal über rechts. Führt nicht weiter. Schweinsteiger liegt am Boden, aber der Argentinier entschuldigt sich gleich. Aber Schweini steht schon wieder. Freistoß für Argentinien aus der eigenen Hälfte, aber Schweini rettet schon wieder. Lahm liegt gefoult am Boden. Wurde am linken Fuß getroffen und vor dem Freistoß Halbzeit nach den ersten 15min.

Nun stößt Argentinien an und spielt erstmal nach hinten. Nun wieder die deutschen sehr vorsichtig am Ball. Dann Foul an Schweini von zweien auf einmal. Der Freistoß führt zu nichts. Wieder Schweini gefoult mit der Faust. Der eine Platzwunde unterm Auge erleidet. Müller und ein Argentinier stoßen mit dem Kopf zusammen, leider kein Foul. Schweinsteiger kommt zurück, frisch getackert, er kämpft weiter. Wieder ein Foul an Lahm mit Trikot. Dann kommt kommt Götze und schießt das 1:0 nach Pass von Schürrle. Götze nahm den Ball mit der Brust an, lässt ihn runter rollen und schießt rein. Neuer rettet vor einem neuen Angriff der Argentinier. Nächster Versuch mit dem Kopf fliegt drüber. Neuer rettet wieder hinten einen Versuch der Argentinier. Noch eine riesige Chance für Müller geht knapp vorbei. Mertesacker kommt ins Spiel für Özil. 2min werden noch nachgespielt. Ein Freistoß für Argentinien. Noch eine Chance für Messie. Schweini liegt auf dem Rasen mit Krämpfen und steht wieder auf. Schweini da behandelt muss runter. Nun schießt der Weltdußballer und schießt drüber. Schweini ist wieder drin. Neuer stößt ab. Wieder Schweinsteiger gefoult und das Spiel ist aus  - Deutschland ist Weltmeister - jaaaaa! Nach großem Kampf sind die deutschen endlich wieder nach 24 Jahren Weltmeister.
jt 13.7.14


Samstag, 12. Juli 2014

Kleines Finale BRA NEL

Kaum geht es los,  erhalten die Niederländer für Foul einen Elfmeter. Robben war allein auf dem Weg in den Strafraum und wird gefoult, da es knapp außerhalb war, hätte es eigentlich Rot und Freistoß geben müssen. Da hat Thiago Silva der Kapitän nochmal Glück gehabt. Der Elfmeter führt zum 0:1 für die Niederlande.  Nun stürmen erstmals die Brasilianer, war knapp. Gleich wieder die Niederländer, läuft leer. Ein Konter der Brasilianer versandet. Bei nächsten Angriff der Niederlande sieht Robbrn schon in der neunten Minute Gelb.  Ein Freistoß von Brasilien führt zu großer Chance mit genialer Flanke, für die kein Empfänger da war. Ein schöner Angriff der Niederländer führt nach übersehenem Abseits und Kopfball von Luiz vor die Füße eines Niederländers, der zum 0:2 führt. Nun bemühen sich die Niederlande ein wenig. Da versucht es Oscar und schießt zumindest aufs Tor, wenn auch ohne Folgen. Ein zielloser Versuch der Brasilianer führt zum nächsten Konter der Niederlande. Foul an einem Brasilianer nahe dem Strafraum, gute Freistoß Distanz. Luiz köpft vorbei. Der schöne Konter der Niederlande geht drüber. Brasilien versucht es mit langen Bällen, die schnell verenden. Freistoß für Robben, der zu nichts führt, beim Nachschuss hält Cesar gut.  Nun nach schnellem Konter der Brasilianer, Foul am Strafraumrand, gibt Freistoß ohne Folgen außer Ecke die nichts einbringt. Den nun rasenden holländischen Konter halten drei Brasilianer gegen fünf Holländer gut auf. Im Gegenzug Foul an Oscar führt zu Gelb. Freistoß für Brasilien danach wird wieder vertan. Schon wälzt sich Keuth, der Platzwunde erleidet und gleich auf dem Platz getackert. Keine Strategie der Brasilianer erkennbar. Dann wird mal wieder Robben gefoult. Der frisch verarztete Keuth kehrt zurück.  Wieder greifen die Niederlande an und Cesar hält gerade noch. Wieder ein Freistoß am holländischen Strafraum, gute Chance für Luiz, aber Oscar schießt ohne Folgen vorbei. Nun gibt es noch 2min Nachspielzeit. Nun ist Halbzeit und das Publikum pfeift die Gastgeber aus.

Brasilien stößt an und der erste Angriff der Niederländer endet im Abseits. Ein Angriff der Brasilianer führt zu Ecke, die nichts einbringt. Schneller Konter von Robben wird mit Foul gestoppt, das zu neuer Chance führt, die aber vorbei geht. Zumindest greift Brasilien mal an. Der ZDF Reporter ergeht sich übertrieben im Brasilianer mobben - eher unnötig, vermutlich besser Ton ausschalten. Brasilien wechselte nochmal. Paulinho geht. Wieder wird Robben gefoult. Schuss aus der Ferne wird von Cesar pariert. Mal ein Schuss von Ramirez auf das Tor geht vorbei. Der nächste Angriff wird gut verteidigt. Ausgewechselt werden sollte dringendes der Kommentator. Ein Freistoß für Brasilien aus guter Distanz. Nun schießt Luiz direkt, aber der niederländische Torwart hält gut. Nun sieht Oscar Gelb für Schwalbe nach Foul im Strafraum, sehr ungerecht. Ein Niederländer wird weggetragen und ausgewechselt. Der Konter der Niederlande endet im Abseits. Brasilien wechselt nochmal. Hulk für Ramirez. Ecke für Brasilien. Nun ein Torschuss von Hulk. Ein schneller Angriff wenig später endet in der niederländischen Abwehr.  Freistoß für Holland führt zu nichts. Konter der Brasilianer auch nicht.  Eine brasilianische Ecke endet im Aus. Ein mal schöner Angriff der Brasilianer endet in den Armen des Torwarts. Brasilianer verschlafen ihre Chancen. Foul an einem Brasilianer in der Nähe des Strafraums. Hulk schießt ohne Folgen. Die Niederlande erkämpfen ihre erste Ecke, die ohne Folgen bleibt. Wieder liegt ein Niederländer herum und die Niederlande wechseln nochmal. Oranje wieder in der orangenen Wanne. Die Niederlande schießen in der Nachspielzeit das 0:3, ganz leicht und einfach rausgespielt. Schuss aus der Ferne. Nun wechseln die Niederlande noch den Torwart aus. Robben liefert noch eine Vorlage, die nicht verwertet wird. Nun ist das Spiel aus. Auf den Abpfiff folgt das Pfeifkonzert der brasilianischen Fans. Die Holländer haben gedämpft nett gespielt.
jt 12.7.14

Kapitalistische Ästhetik

Wie schön kann der Kapitalismus sein?
Hat er eine Ästhetik oder ist er nur Natur?
Ist er am Ende weder schön noch Natur sondern Ideologie?

Was schöner ist, ist am Markt erfolgreicher, zumindest meist, sofern nicht andere Einflüsse hier eine entscheidende Rolle spielen, die aber für die Frage der Ästhetik des Kapitalismus keine Rolle spielen. Ein wunderbares Beispiel ist die real hohe Beliebtheit amerikanischer Jeans auf den Märkten der DDR, die ihrer sozialen Verpönung entgegenstand. Ähnliches ist heute teilweise in gewissen Milieus bei politisch korrekt gefertigter oder zumindesst so verkaufter Kleidung zu sehen oder beim Tragen von Pelz, den zu verpönen gerade unter Modells relativ chic ist, sofern sie nicht aus Russland kommen. Dabei spielen viele Faktoren, die außerhalb der Marktes liegen, oder diesem sogar entgegengesetzt sind eine entscheidende Rolle.

Der Kapitalismus bedient die Märkte, die er findet, wer dort brilliert ist erfolgreich, wer nicht, auf welche Art auch immer und sei es Reduktion, wird untergehen. Was keinen Markt hat, wird nicht gebraucht, könnte vermutet werden, sich aber auch als eine gefährliche Illusion erweisen, in der nur die Stärkeren siegen und die Schwachen untergehen. Adam Smith ging davon aus, dass sich Angebot und Nachfrage frei treffen sollen auf dem idealen Markt und so jeder nach seiner Fasson selig wird, einen Abnehmer für seine Produkte findet.

Die Praxis des real existierenden Kapitalismus spricht eine andere Sprache. In ihr entfalten sich Mächte und Monopole, die um ihrer Erhaltung wegen, des auch grundlegenden Prinzips der Gier entsprechend, alles tun, sich weiter zu bereichern und ihre Macht zu erhalten. Darum ist die Freiheit im Kapitalismus stets bedroht durch die ihm immanenten Eigenschaften wie Gier und Gewinnoptimierung, die dazu verführen, die eigene Macht auszubauen auf Kosten der anderen.

Fraglich, ob dies eine notwendig staatlich zu beschränkende negative Eigenschaft des Kapitalismus ist, oder es sich um den Ausfluss der teilweise beschränkenden Wirkung staatlicher Intervention handelt, es also nicht mehr Regulierung des Kapitalismus sondern mehr Freiheit und welches politische Modell für eine Gesellschaft und ihre Ordnung dafür zur Verfügung stünde.

Der Anarchokapitalismus kommt diesem Ideal am nächsten, indem er die Freiheit des Einzelnen auch vor staatlicher Regulierung als Bedingung eines funktionierenden Marktes begreift und diesen als Ort der Begegnung und Entwicklung sieht, der aber keiner Regulierung bedarf, sondern sich frei am erfolgreichsten entfaltet.

Diese gesellschaftstheoretische Frage ist sehr wichtig und für die Beurteilung der verschiedenen Formen den Kapitalismus zu zähmen, oder sich ihm zu unterwerfen, weil er nichts als unsere Natur ist, von entscheidender Bedeutung, trägt aber wenig als mehr Schönheit im Denken zur Klärung der Frage bei, was die Ästhetik des Kapitalismus ist, ob es eine solche gibt und wohin sie uns verführt. Darum gilt hier, schön, dass wir auch darüber gesprochen haben, im schriftlichen Sinne, aber es kann dahinstehen für die Frage der Ästhetik.

Entscheidend ist vielmehr, ob der Kapitalismus unsere Natur nur abbildet, also nicht diskutiert werden muss, oder nur ein Modell des Warenverkehrs ist, dem andere gleichberechtigt gegenüberstehen. Es kommt dabei nicht auf die Frage des tatsächlichen weltweiten Siegeszug des Kapitalismus, der momentan de facto alternativlos ist und dies nicht nur als postdemokratischer Argumentationsersatz sondern vielmehr als real existierender Marktplatz ohne Grenzen. Läge es in unserer Natur, so mit ihm zu leben, wäre es müßig über seinen Fortbestand zu diskutieren, was hier ohnehin nicht geschehen soll, ergäben sich ganz andere Fragen für die Ästhetik, warum die Frage vorab zu klären ist.

Wer etwas tut, möchte dadurch sein Wohlbefinden steigern, zumindest indirekt, indem das Überleben gesichert wird, was unstreitig in unserer Natur als Bedürfnis liegt, denn sterben wollen, mag manchen logisch, konsequent oder nötig erscheinen aufgrund von Umständen, die nun pathologisch oder gerade nicht sein mögen, so kommt dieser Wunsch doch nur auf, wenn wir das nicht mehr sein,  als angenehmer empfinden denn das weiter sein. Sich dieses Überleben nach je Idealen möglichst ästhetisch zu gestalten, es sich also so schön wie möglich zu machen, was das für wen auch immer ist, scheint die natürliche Folge dazu.

Folgt daraus, dass der Kapitalismus als Teil unserer Natur immer konsequent das schönst mögliche hervorbringt, oder ist dieser ästhetische Zusammenhang nur ein künstlicher?

Hierbei muss nicht weiter auf das je unterschiedliche Empfinden eingegangen werden, da es ohne jede Relevanz für die Beurteilung der Frage ist, ob es in unserer Natur liegt, das schönst mögliche zu erstreben. So wir dies bejahen, wird das kapitalistische Modell am möglichst freien Markt immer die ästhetisch optimalste Lösung erstreben,  da sie die höchste Nachfrage haben wird und damit den höchsten Gewinn verspricht.

Das Prinzip des  Kapitalismus ist also dem ästhetischen Streben förderlich und kann dieses optimieren, sofern die Neigung einen Markt findet, wofür nach der Natur relativ viel spricht, jede noch so absurde Neigung auf dieser Welt noch ihre Liebhaber findet, einen Marktplatz mit Konkurrenz hat.

Es ist danach noch unklar ob es eine spezifische kapitalistische Ästhetik gibt, oder diese nur Hure des je Marktes ist, sich den Bedürfnissen anpasst.

Eine spezifische und deren Eigenschaften sind nach bisherigem Wissen nicht erkennbar. Dies gilt insbesondere, da das ästhetische Streben selten oder nie in einem kapitalistischen Kontext betrachtet wurde. Auch die kommunistische oder sozialistische Ästhetik etwa, die dezidiert zumindest dem Wortlaut nach antikaptialistisch war, strebte nach dem schöneren. Maßstab ist hier der Komperativ zu was auch immer, aus welchen ideologischen Motivationen heraus als schöner empfunden wird. Besser sein und auch schöner sein wollen hat verschiedene Elemente der ästhetischen Betrachtung. Was immer die Maßstäbe einer exakten Beurteilung nach der je Theorie sein mögen, das komperative Element zur Unterscheidung des Schönen vom etwa Gewöhnlichen ist allen gemein, egal in welchen sozialen Kontext wir dies sonst stellen.

Auch die dem etwa provokativ konträr entgegengestellte Ästhetik des Punk, die das Häßliche sucht und hochhält, um Zustände, die sozial als kritisch empfunden werden, ästhetisch anzuklagen, ist doch auch intern eine komperative im Auftritt, auch wenn betont wird, es ginge um gänzlich andere Fragen als die der reinen Ästhetik, ist sie doch auch im Vergleich das Mittel der Wahl, mit dem sich die Zugehörigen dieser Gemeinschaft unterscheiden.

Sie legen sich nicht nur, wie etwa Sid Vicious, Salamischeiben auf das Gesicht, um negativ hässlicher zu sein, sondern eben auch, um als Provokateure und erste in ihrem Kreis besonders hervorzutreten und ob ich nun Pickel für eine vermeintliche Häßlichkeit züchte oder mir die Füße verkrüppelt schnüre, um etwa einem chinesischen ästhetischen Ideal zu entsprechen, ist im Ergebnis nicht weit auseinander, auch wenn es je behauptet, völlig andere Zwecke zu verfolgen.

Die Ästhetik der Masse hat dabei noch eine ganz besondere eigene Wirkung. Sie führt zu einer gewissen Stromlinienförmigkeit, auch etwa infolge der Facebook Kultur, in der wir Zuneigung durch erhobene Däumchen erobern wollen, die bei möglichst optimaler Anpassung an den Geschmack der Mehrheit, aus der sie nur ein wenig herausragen soll, den größtmöglichen Zuspruch verspricht. Sobald wir als Texthuren vom öffentlichen Zuspruch leben, unser Verdienst sich nach der Zahl der Klicks auf unsere Seiten und unsere weitere Verteilung richtet, sind wir käuflich, egal was wir behaupten oder von uns meinen.

Die Frage, die sich aus ästhetischer Hinsicht hier stellt, ist, ob diese Hurerei entsprechend dem gegoogelten Zuspruch, der eben bares Geld für uns Texthuren wird, wenn wir uns öffentlich verkaufen, eine konstruktive Wirkung auf die Ästhetik hat oder diese im Gegenteil entbehrlich macht. Es nicht mehr darauf ankommt, etwas Schönes zu entwickeln, sondern sich nur den Bedürfnissen einer Masse anzupassen, da Innovation immer auch das Risiko der Ablehnung in sich trägt.

Konkret stellt sich also die Frage, ob vermeintlich schöpferisch tätige Menschen noch kreativ tätig sind, oder nur auf die virtuellen Klicks schielen, den irrealen Zuspruch im Netz, um so die Nachfrage für ihr Angebot zu optimieren. Dann hätte die scheinbar demokratische Teilhabe aller am Markt und ihr Massenverhalten, das sich eben in Klicks zeigt, zum ersten mal in der Geschichte eine stärkere Auswirkung auf das ästhetische Empfinden als die Tätigkeit der Kreativen, die nur noch den Bedürfnissen des Marktes hinterher zappelten.

Hat uns Google also die Ästhetik geraubt oder sie nur eben massenkompatibel und stromlinienförmig gemacht?

Leben wir in der Google-Welt auf dem natürlichen Marktplatz oder ist es umgekehrt so, dass wir nur noch reflexiv agieren, um unseren Auftritt zu optimieren, nach den Bedürfnissen des Marktes?

Konzentrieren wir uns auf den Markt der Zukunft und den, auf dem derzeit das meiste Geld gemacht wird, ist es der virtuelle Werbemarkt, den Google mit einem nahezu Monopol im Gleichstrom weltweit bewirtschaftet. Hier zeigt sich ein Prozess der Anpassung, der zu einer möglichst großen Optimierung des Auftritts zur Gewährleistung höchstmöglicher Klickzahlen führt. Dabei geht es weniger um persönliche ästhetische Kriterien als vielmehr darum, auf was die je Masse des Schwarms am besten reagiert. Die Ästhetik als das Besondere könnte im Zeitalter von Google der Massenkompatibilität geopfert worden sein - die Klickzahlen entscheiden, dann heute, was schön ist und sich gut verkauft.

Fraglich, ob es je anders war, wir also wirklich vor einer Bedrohung unserer Demokratie wie unserer ästhetischen Entwicklung durch ein Unternehmen auf der Welt stehen, wie es etwas Mathias Döpfner in seinem viel diskutierten Artikel in der FAZ behauptete, oder alles halb so  wild ist, diese kurzzeitige Dominanz nicht überbewertet werden sollte, Künstler immer auch ihren Markt suchten und dies nun nur freier und selbst können, es der Vermittler immer weniger bedarf und darum deren entsetztes Geschrei um so lauter wird.

Es ist nicht ersichtlich, dass die Nutzung des Netzes das menschliche Denken nachhaltig beeinträchtigte. So wie es jetzt eine Dominanz von Google gibt, die in etwa der von microsoft auf früheren Softwaremärkten entspricht oder eben Siemens in Deutschland in bestimmten Bereichen der Industrie früher, so schnell kann sich all dies wieder verändern. Ein Unternehmen, dass noch keine zwanzig Jahre mit Macht arbeitet, wird durch schnellere, bessere Denker wieder überholt und in die Ecke gedrängt werden, sofern sie sich nicht neuen Bedingungen anpassen.

Wie etwa wird das Eigentum an Biocomputern sein, die in den Körper implantiert und von diesem mitversorgft werden und viele Fragen und Möglichkeiten mehr, stellen sich neu. Denke ich daran wie ein Dürer oder die Cranachs in Werkstätten arbeiteten und einen Vertrieb ihrer Produkte organisierten, scheint mir der kapitalistische Geist in der Ästhetik kein neuer, vielmehr ist neu, dass wir uns nach der Kompatibilität fragen, statt die Dinge einfach sein zu lassen, wie sie sind, ihrer natur entsprechend und die Schönsten werden die Besten sein, weil dieser ästhetische Markt eben in unserer Natur liegt. Vielleicht käme es mehr darauf an, zu genießen, als sich darüber Gedanken zu machen, die Lust an der Schönheit des Lebens zu leben, statt darüber zu philosophieren, um glücklich zu sein, hörten wir besser nun auf, um zu genießen - fragte sich nur, ob wir dann noch wüssten, was wir tun und ob, wer sich fragt, was Glück ist, dies noch dumm erreichen kann. Auswegslos glücklich mit dem wenigen an kritischen Verstand, was mir so zur Verfügung steht, war dieser sprachliche Ausflug mir ein Vergnügen, vor allem, weil er ein Lächeln übe viele sonst sichere Theorien der Natur der Sache nach erlaubte.
jt 12.7.14

Mittwoch, 9. Juli 2014

Halbfinale NED ARG

Die Niederländer legen bereits mit viel Tempo los und versuchen schon mit natürlich Robben, die erste Chance zu erarbeiten. Dann kommt Argentinien erstmals mit Messi und Higuain in Strafraummähe aber viel kommt dabei nicht heraus. Dann ein Ansturm von Higuain und Perez, letzterer wird 20m vorm Tor gefoult und Messie führt den Freistoß aus. Messie schießt genial an der Mauer vorbei, aber der niederländische Torwart hält. Einige sehr intensive Versuche der Argentinier, ohne allzu große Chance. Dann wieder umgekehrt ein Versuch der Niederlande und nun schon die dritte Ecke der Argentinier - es ist die 23. Minute, da führte Deutschland gestern schon 4:0 - hier hat Argentinien eine riesige Chance, bei der noch dazu ein Argentinier zu Boden geht - hätte Elfmeter geben können. Ein Argentinier liegt nach Zweikampf auf dem Boden rum und muss eventuell ausgewechselt werden. Mascherano wird noch behandelt - der Niederländer hat es gut überstanden. Aber es geht weiter für ihn. Es geht weiter hin und her in einem noch ausgeglichenen Spiel. Erste Ecke für die Niederlande nach Versuch von Robben. Sneijder schlägt sie und die nächse wieder, beide gut abgewehrt, der Angriff endet im Abseits. Die Argentinier verstolpern den Ball, retten ihn aber wieder. Sneijder muss nach Foul von Demichelis behandelt werden. Die Argentinier umkreisen langsam den niederländischen Strafraum. Foul von Messie an Sneijder. Da holt sich Martins Indi die erste Gelbe. Es gibt Freistoß, der niederländische Keeper muss einmal nachfassen und es gibt noch zwei Minuten Nachspielzeit. Noch eine Chance für Argentinien, führt zu nichts, es bleibt zur Halbzeit beim 0:0.

Es beginnt mit einem Foul der Niederländer an Perez ohne Folgen als Freistoß. Foul an Robben führt zu Freistoß für die Niederlande ohne jede Schwalbe - Demichelis sieht dafür Gelb. Sneijder versucht direkt und zieht weit drüber. Die Niederländer bemühen sich noch um Angriffe aber noch neutralisieren sich beide Teams immer wieder, es ist ein wenig öde. Die Niederlande wechseln nach Verletzung und nun wird wohl auch Argentinien auf einen verzichten müssen, der sich noch jammernd am Boden windet. Nun steht er wieder und wischt sich die Tränen aus den Augen im Regen, hält seinen Verband. Foul an Messi mit Freistoß ohne Folgen. Nun wird wieder ein Niederländer behandelt nach Zusammenstoß am Kopf. Aber er kehrt nach kurzer Behandlung wieder zurück. Freistoß für Argentinien aus guter Position wird von Messie sehr schwach ausgeführt. Beide spielen schlecht - Robben probiert, aber einer alleine erreicht nicht viel - ähnlich bei den Argentiniern. Dann mal ein Versuch der Niederländer, der immerhin aufs Tor geht, wenn auch Abseits. Dann im Konter Higuain - aber die Kugel landet nur im Außennetz. Freistoß für Holland durch Sneijder, landet sehr im Aus, schwache Ausführung. Argentinien wechselt Perez aus für Palacio aus und dann geht Higuain für Aguero. Mal wieder ein Fernschuss der Argentinier, der in den Armen des niederländischen Torwarts landete. Mal wieder wird Messie gelegt und Argentinien bekommt im ermüdenden Spiel einen Freistoß ohne jede Folgen. Diese beiden Teams quälen sich und uns seit 84min. Hoffen wir auf ein rasches Ende. Ecke für die Niederlande. Ein Versuch der Argentinier verendet in Zaghaftigkeit nach zuvor starkem Ansturm. Riesen Chance endlich für Robben, der in der letzten Sekunde ihn noch blockt, sonst wäre es wohl passiert. Nochmal Ecke für die Niederlande und nochmal, ohne Folgen. Das Spiel ist aus, es gibt noch eine Verlängerung, hoffentlich etwas spannender.

Argentinien stößt an und spielen vor sich hin. Huntelaar macht sich warm. Van Persie geht vom Kraft und der Schalker Huntelaar kommt. Robben wird Kapitän und zaubert gleich los. Robben schießt wieder sehr mittig der Torwart hält gut. Argentinien wechselt Rodriguez kommt für Hesekiel Lavezzi - welch biblischer Name. Huntelaar erhält für taktisches Foul zu Recht gelb und nun gibt es noch eine Minute auf die Verlängerung. Nochmal die Argentinier und Sneijder klärt rustikal. Beim nächsten Versuch wird zur Ecke geklärt - nach der Abwehr dieser ist die erste Hälfte der Verlängerung um.

Niederlande stoßen an. Wieder liegt ein Argentinier herum, der von einem Holländer mit der Schulter umgeworfen wurde. Es verzögert sich noch weiter, Der Spieler blutet wohl und wird behandelt. Der Verletzte macht weiter, mit einem Verband im Mund und frischem Trikot. Die Niederlande schießen mal aus 40m direkt ohne Folgen und noch 10min. Noch eine Chance für Argentinien, aber in die Arme des niederländischen Torwarts geköpft. Nach Flanke von Messie schießt Rodriguez und der niederländische Torwart hält. Ein frustrierter Robben foult. Huntelaar macht es ihm nach. Ein ödes Spiel geht zuende.

Es gibt Elfmeteschießen. Die Torwarte umarmen sich. Die Niederlande beginnen. Der Argentinier hält. Als nächstes schießt Messi. Messi trifft, 0:1 - Robben ist nächster und trifft. 1:1 - nun wieder Argentinien und trifft  zum 1:2 - dann Sneijder und der Torwart hält - der nächste Argentinier trifft. Der nächste Holländer trifft.  Argentinien trifft wieder und ist damit weiter. Holland ist ausgeschieden. Warum tun sich Menschen solch langweilige Spiele an?
jt 9.-10.7.14

Dienstag, 8. Juli 2014

Halbfinale GERBRA

Mit der bewährten Aufstellung aus dem Spiel gegen Frankreich  laufen die Deutschen auf. Während die Brasilianer ohne zwei ihrer wichtigsten Spieler spielen. Deutschland in schwarzroten Trikots stößt an. Schnell übernimmt Brasilien den Ball und beginnt den ersten Angriff, der in einem Eckball ausgeführt durch Oscar endet und Boateng köpft heraus. Özil fällz über seine Füße. Da kommt Marcello zur ersten Möglichkeit und schießt vorbei. Beim nächsten Angriff der Brasilianer muss Neuer die Flanke von Hulk gerade noch fangen. Konter mit Khedira, der auf Klose gibt, bleibt in der Abwehr hängen. Dann rettet Özil nach vermurksten Zuspiel. Dann die erste Chance für die Deutschen. Klose wird hart angegangen aber kein Elfer. Dann rettet Schweini und der nächste deutsche Angriff wird durch Foul von Müller gestoppt. Dann erreichen die Deutschen durch Khedira ihre erste Ecke und Müller verwandelt in der 11. Minute zum 1:0 ein geniales Tor. Nun Freistoß für Deutschland. Lahm trennt Marcello fair vom Ball, dann meckert Boateng und wird vom Schiedsrichter zur Ordnung gerufen. Özil verliert den Ball gegen Luiz, kann sich mal wieder nicht durchsetzen. Einwurf aus guter Position, dann ein Kullerball in Cesars Arme. Müller und Klose stürmen nach vorne und Klose schießt im zweiten Versuch das 2:0. Ist jetzt der weltbeste Torschütze mit allein 71 Toren in der Nationalmannschaft. Der nächste Angriff wird von Neuer gehalten - dann stürmt Deutschland wieder und es steht 3:0 durch Kroos. Wenige Minuten später schon wieder Kroos zum 4;0. Keine halbe Stunde gespielt und Deutschland führt mit vier Toren, es ist unglaublich. Hier wird gejubelt und gesungen. Dann versuchen es die Brasilianer mal wieder und Höwedes foult zum Glück ohne Folgen am Rand des Strafraums. Keine fünf Minuten später schießt Khedira das 5:0. Dann ein Schuß von Kroos den Cesar noch abwehrt. Luiz foult Müller und der Schiedsrichter versucht zu beruhigen. Die Deutschen greifen weiter an und die Brasilianer stehen mit acht Mann hinten. Freistoß an der Strafraumgrenze. Özil schießt den Freistoß weit drüber. Gelegentliche Versuche der Brasilianer versanden sofort. Der Ansturm der Brasilianer wird stärker und gleich folgt ein Konter. Freistoß für Brasilien nach Duell mit Khedira. Die deutsche Abwehr klärt gut. Noch eine Minute dazu, bis die erste Halbzeit endet. Ein Angriff der Brasilianer endet im Aus und es ist Pause. Das Publikum pfeift.

Nach Anstoß der Brasilianer versandet ein erster Angriff und den Konter können die Brasilianer nur mit einem Foul stoppen. Fred fälltt im deutschen Strafraum bekommt aber keinen Elfer. Neuer schießt den Abstoß weit in die andere Hälfte, der noch über einen deutschen Kopf fliegt. Dann Angriff der Brasilianer, den Neuer noch gut abwehrt vor Oscar. Erneuter Angriff wird von Neuer mit dem Fuß abgewehrt. Ecke für Brasilien durch Bernard, wird schnell aus dem Strafraum gefaustet, erneuter Angriff wird von Neuer durch Glanztat abgewehrt. Deutscher Konter durch Foul an Müller gestoppt. Freistoß führt nicht weiter, özil erreicht den Ball nicht mehr. Foul an Neuer weit außerhalb des Strafraums, bleibt ohne Folgen. Nun geht Klose für Schürrle. Der bald die erste Chance hat aber im Abseits stand. Ecke für Deutschland führt zu einem weiteren Schuss von Müller und leider drüber. Brasilianer fällt im Strafraum um, will eine Ecke bekommt aber nur eine Ecke, die Neuer gut fängt. Wieder ein schöner deutscher Angriff über die Flügel aber leider nicht erfolgreich. Riesige Chance für Schürrle, wehrt Cesar noch gerade ab. Konter der Brasilianer endet schön im Abseits. Nun sieht Dante Gelb für ein Foul an seinem Vereinskameraden Müller Gelb. Da kommt wunderbar aufgebaut der nächste deutsche Angriff und Schuerrle schießt das 6:0 oder 0:6. Wieder ein Angriff der Brasilianer, der weit über daas Tor fliegt. Neuer fängt den nächsten brasilianischen Versuch für die Ehre ab. Khedira geht dür Draxler, um ihn für das Finale zu schonen. Eine kurze Auseinandersetzung von Müller und Luiz wird geschlichtet. Dann schießt Schürrle in der 78. Minute das 7:0. Der Ball genial im Flug angenommen, fliegt von der Latte ins Tor. Nun erkämpft sich Brasilien eine Ecke mit riesiger Chance für Marcello, die er vorbeischießt. Dante rettet gerade noch vorm nächsten Tor. Mal wieder ein Schuss der Brasilianer, den Neuer gut hält. Wieder ein Eckball für die Deutschen. Schöner Kullerpass von Özil wird wieder abgefangen. Dann im Konter mal wieder eine Glanzparade von Neuer. Nächster Angriff der Brasilianer fliegt weit drüber. Dann wieder Özil im Angriff alleine und schießt am leeren Tor vorbei. Im Konter fällt das erste Tor der Brasilianer, Neuer zu weit vorne und nun steht es 7:1. Nun wieder eine Ecke für Brasilien, die Boateng gut abwehrt. Und das Spiel ist aus. Deutschland gewinnt 7:1. In schöner Geste tröstet Müller Dante. Der brasilianische Trainer gratuliert Müller und den anderen sehr herzlich mit Umarmung, es ist unglaublich.
jt 8.7.14